Checkliste zur Verbesserung der Raumakustik in Schule und Kita

Unsere Checkliste zur Verbesserung der Raumakustik in Schule und Kita, klar und sachlich formatiert. Ideal für interne Unterlagen, Projektpläne oder Abstimmungen mit Trägern und Architekt*innen.

Checkliste: Raumakustik in Schule und Kita verbessern

  1. Bestandsaufnahme & Analyse
  • Räume identifizieren, in denen die Lärmbelastung besonders hoch ist (z. B. Gruppenräume, Klassenzimmer, Mensa, Turnhalle)
  • Nachhallzeit messen oder rechnerisch bestimmen lassen
  • Material der vorhandenen Raumflächen definieren (z. B. Glas, Beton, Holz, Textilien)?
  • Beobachtungen im Alltag dokumentieren: Sprachverständlichkeit, Lautstärke, Verhalten von Kindern und Fachpersonal
  • Lärmrelevante Störfaktoren ermitteln
  1. Planung & Konzeptentwicklung
  • Relevante Normen und Empfehlungen einbeziehen (z. B. DIN 18041 – Hörsamkeit in Räumen)
  • Akustische Anforderungen je nach Nutzung und Personengruppe definieren
  • Absorptionsbedarf und geeignete Maßnahmen ermitteln (z. B. durch Akustikfachplanung)
  • Raumgestaltung ganzheitlich betrachten: Licht, Möblierung, Farben und Ergonomie mitdenken
  1. Maßnahmen zur Schallabsorption
  • Deckenabsorber einsetzen, insbesondere in großen oder halligen Räumen
  • Wandabsorber integrieren – funktional und gestalterisch abgestimmt
  • Akustisch wirksame Möbel verwenden (z. B. Regale, mobile Trennelemente, gepolsterte Sitzecken)
  • Textilien einbeziehen (Vorhänge, Teppiche, Wandbespannungen) zur zusätzlichen Dämpfung
  1. Umsetzung & Kommunikation
  • Akustikkonzept anschaulich präsentieren (z. B. mit Raumplänen oder 3D-Simulationen)
  • Beteiligte frühzeitig einbinden: Leitung, Team, Elternvertretung, Träger, ggf. Architekt*innen
  • Akustik bewusst in den pädagogischen Alltag integrieren (z. B. über Regeln oder Visualisierungen)
  • Umsetzungszeitraum und Budgetrahmen festlegen
  1. Nachkontrolle & Weiterentwicklung
  • Akustische Wirkung nach Umsetzung überprüfen
  • Feedback von Mitarbeitenden und ggf. Kindern einholen
  • Weitere Räume oder Standorte sukzessive einbeziehen
  • Raumakustik als festen Bestandteil im Qualitätsmanagement verankern

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